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#120 DER ZWEITE BLICK

Einladung zur Vernissage am Mittwoch, den 9. September 2026 um 19 Uhr. Karin Küstner-Pohl, Caroline Bielen-Pleyers, Jane Kahlke und Katharina Bahlsen zeigen ihre Werke.


Karin Küstner-Pohl absolvierte die Akademie der bildenden Künste in Klagenfurt sowie die Meisterausbildung an der Leonardo Kunstakademie in Mattsee. Als Psychotherapeutin war es lange Zeit ihre Aufgabe, Erlebnisse, Wünsche und Bedürfnisse aus der Tiefe ans Licht zu bringen – ein Ansatz, der sich auch in ihrer künstlerischen Arbeit widerspiegelt.

Ihre Bilder entstehen intuitiv und aus dem Unterbewusstsein, ohne festen Plan oder vorgegebene Formen. Farben ringen miteinander, Linien entwickeln eine eigene Dynamik, und der erste Strich bestimmt den weiteren Weg. Was auf der Leinwand entsteht, kommt für Küstner-Pohl nicht aus dem Kopf, sondern aus dem Inneren – aus jenem Raum, der existiert, bevor das bewusste Denken einsetzt. Ihre Arbeiten sind dem abstrakten Expressionismus zuzuordnen.


Caroline Bielen-Pleyers ist gelernte Werbetechnikerin und Künstlerin aus der Nähe von Düsseldorf. Künstlerisch hat sie sich mit großer Leidenschaft der Pop Art verschrieben. In ihrem Atelier auf einem kleinen Vierkanthof entstehen großformatige Porträts, die durch intensive Blicke, leuchtende Farben und eine feine, nahezu puristische Pinselführung Geschichten erzählen.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten stehen besonders die Augen ihrer Motive. Sie ziehen den Blick auf sich, wecken Emotionen und schaffen einen stillen Dialog zwischen Werk und Betrachter – denn für Bielen-Pleyers sagen Augen oft mehr als Worte. Sie arbeitet ausschließlich mit hochwertigen Acrylfarben auf Qualitätsleinwand und findet Inspiration und Kraft in der Ruhe der sie umgebenden Natur.

Als Mitglied des traditionsreichen Kunstvereins „Spektrum 88“ in Mönchengladbach präsentierte sie ihre Werke bereits in zahlreichen Ausstellungen – von Galerien über Burgen und Schlösser bis hin zu öffentlichen Einrichtungen und Krankenhäusern. Ihre Vision ist es, Räumen Charakter zu verleihen und Menschen mit ihrer Kunst zu berühren. Unter dem Gedanken „Face to Face“ entstehen Werke, die Menschen verbinden und weißen Wänden ein Gesicht geben.


In der Literatur gibt es einen Satz: „Show, don`t tell“. Er bedeutet, dass Emotionen nicht nur beschrieben, sondern gezeigt werden müssen. Sag nicht, dass jemand traurig oder wütend ist, sondern zeige, wie sich Mimik, Körpersprache und Handlung verändert.

Jane Kahlke will es zeigen, will die stillen Gesten, Emotionen und Sehnsüchte Einfangen und für den Betrachter sichtbar machen. In ihren Bildnissen übersetzt sie Emotionen und innere Erlebniswelten in eine eindringliche Bildsprache. Ihre Werke, traditionell in Öl auf Leinwand gemalt, verbinden Realität mit surrealen Elementen und Symbolik. Dabei bewegen ihre Motive sich im Spannungsfeld zwischen Ruhe und Aufruhr, Nähe und Distanz sowie Verletzlichkeit und Stärke.

Ideen für ihre Werke zieht sie aus der Umgebung und ihren eigenen Erleben. Wolkenformation am Himmel, welke Blumen in der Vase auf dem Küchentisch und ein Gedenke, eingebrannt in ihrem Gedächtnis. Ein Bild entsteht.


Katharina Bahlsen ist zeitgenössische Porträtkünstlerin mit Sitz in Hamburg. Nach einer Karriere als Unternehmensberaterin und Chief Operating Officer fand sie nach der Geburt ihres ersten Sohnes zur Malerei – autodidaktisch, inspiriert unter anderem von Pablo Picasso. Sie malt keine Gesichter, sondern Begegnungen: die Art und Weise, wie wir durch die Verbindung mit anderen Menschen berührt, bewegt und verändert werden. 

In leuchtenden Farben und vielschichtigem Farbauftrag lädt sie Betrachtende ein, innezuhalten, mit dem Scrollen aufzuhören und einer Begegnung die Zeit und Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient. Ihre Arbeiten versteht sie als Freude als Widerstand: eine Vision der Zukunft, in der Überschwang und Farbe über Zurückhaltung siegen. 

Bahlsens Werke waren u. a. im Dr. Esser Medical Center auf Mallorca sowie bei der Art Night on Mallorca zu sehen. Ihre Kunst hängt überwiegend in privaten Sammlungen; öffentlich zugänglich macht sie sie nur ausgewählt – wie hier bei Nissis. Am liebsten zeigt sie ihre Werke im Rahmen privater Viewings über ihren Collector Circle, denn ihr geht es um die Begegnung, nicht um die Ausstellung – und die gelingt am besten im direkten, persönlichen Moment. 

Einladung

Rückseite

Die Formatierungen der Laudatios werden derzeit überarbeitet. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Laudatio

Vernissage der Ausstellung "DER ZWEITE BLICK"

Exponate der Ausstellung "DER ZWEITE BLICK"

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