Mit „POMPÖÖS ART REVOLUTION“ präsentiert Nissis Kunstkantine erstmals in Hamburg eine Ausstellung, die Harald Glööckler konsequent als bildenden Künstler und Kunstfigur in den Mittelpunkt stellt.
Die Ausstellung wird am Freitag, 9. Oktober 2026, um 19 Uhr mit geladenen Gästen eröffnet.
Am Donnerstag, 8. Oktober 2026, findet in der Nissis Kunstkantine ein Pressetermin zur Ausstellung statt.
Wir bitten Medienvertreterinnen und Medienvertreter um kurze Rückmeldung, ob und mit wie vielen Personen sie am Pressetermin teilnehmen werden.
Harald Glööckler ist weit mehr als Designer, Maler oder öffentliche Persönlichkeit. Er ist eine generationenübergreifend faszinierende Kunstfigur, die sich über Jahrzehnte selbst erschaffen und konsequent weiterentwickelt hat. Die Grenzen zwischen Künstler, Werk, Inszenierung und Leben verschwimmen. Harald Glööckler selbst und sein Lebenswerk können als Gesamtkunstwerk verstanden werden.
Vom 9. Oktober bis 2. November 2026 widmet ihm Nissis Kunstkantine in der Hamburger HafenCity mit „POMPÖÖS ART REVOLUTION“ seine erste Kunstausstellung in Hamburg. Präsentiert werden Gemälde, Kunstdrucke und Objekte, die einen Einblick in sein bildnerisches Schaffen geben.
Für mich ist Harald Glööckler ein Gesamtkunstwerk. Er macht sein Ding – konsequent, mutig und so, wie er es möchte. Er ist ein Meister der Selbstinszenierung.
Galeristin Nissi
Zwischen Pop Art, Expression und Selbstinszenierung
Glööcklers Kunst lebt von Gegensätzen: Opulenz trifft auf Provokation, Schönheit auf Überzeichnung, Figuration auf Abstraktion. Seine Arbeiten wechseln zwischen gegenständlichen und nicht gegenständlichen Formen. Intensive Farben, expressive Gesten und ein unmittelbarer, kraftvoller Farbauftrag prägen seine Bildsprache. Die Kunsthistorikerin Julia Pfeffer beschreibt seine Werke als „intensiv und strahlend“ und verweist auf Themen wie Natur, Traum, das Selbst und die Kunst selbst.
Dabei steht Glööcklers Werk in einem bewussten Dialog mit der Kunstgeschichte. Kunsthistorische Betrachtungen seiner Arbeiten verweisen unter anderem auf die gestische Spontaneität des Drippings, wie sie mit Jackson Pollock verbunden ist, sowie auf das dramatische Spiel von Licht und Dunkel, das an die Tradition Caravaggios anknüpft. Glööckler übernimmt diese Bezüge jedoch nicht, sondern übersetzt sie in seine eigene expressive Gegenwart.
Prof. Dr. Helge Joachim Bathelt ordnet Glööckler in einen zeitgenössischen Kontext ein und zieht Parallelen zu Künstlern wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein und Jeff Koons Künstlern, die ihrer Zeit einen Spiegel vorhielten, gesellschaftliche Uniformität sichtbar machten und dem Mainstream eine eigene Wirklichkeit entgegensetzten.
Gerade hier wird die Verbindung zwischen Glööcklers Bildern und seiner eigenen Person sichtbar. Selbstinszenierung wird bei ihm zum künstlerischen Ausdrucksmittel. Mode, Körper, Räume, Bilder, Objekte und öffentliche Erscheinung verschmelzen zu einer konsequent entwickelten visuellen Welt. Seine Kunstfigur ist damit nicht von seinem bildnerischen Werk zu trennen – sie ist Teil davon.
Sein eigenes Verständnis von Kunst ist entsprechend kompromisslos:
Kunst muss immer frei sein. Kunst muss kritisch sein. Kunst muss unbequem sein.
Harald Glööckler