Einladung zur Vernissage am Mittwoch, den 25. März 2026 um 19 Uhr.
Anlässlich des 13jährigen Bestehens von Nissis Kunstkantine (Gründung März 2013) zeigen wir eine vielfältige Gemeinschaftsausstellung mit etablierten Galeriekünstler:innen und aufstrebenden Newcomern.
Ralf Schwinge, geboren 1990 in Hamburg, entstammt einer Hamburger Künstlerfamilie und ist Nachfahre des Landschafts- und Marinemalers Friedrich Wilhelm Schwinge (1852–1913). Seit seinem 16. Lebensjahr präsentiert er Landschaftsbilder und Stadtansichten in Ausstellungen und entwickelte früh eine eigenständige, farbkräftige Handschrift.
Er ist in Hamburg als offizieller Stadtmaler und Chronist bekannt, eine Bezeichnung, die ihm vom Archäologischen Museum Hamburg / Stadtmuseum Harburg verliehen wurde. 2025 widmete ihm das Museum eine umfassende Werkschau mit rund 150 Gemälden, die sein künstlerisches Schaffen würdigte.
Schwinges Werk reicht von großformatigen Gemälden über Aquarelle bis hin zu großflächigen Wandmalereien im Auftrag der Stadt. Als Zeichner ist er regelmäßig für die Hamburger Straßenzeitung Hinz&Kunzt sowie für weitere Magazine und Zeitungen tätig. Mit den meisten Titelbildzeichnungen für eine deutsche Zeitung hält er einen bestätigten Weltrekord (Rekord-Institut für Deutschland).
Darüber hinaus ist er als kultureller Botschafter Hamburgs auch deutschlandweit unterwegs. Mehrfach setzte er den künstlerischen Auftakt für die Eröffnungen des „Original Hamburger Fischmarkt auf Reisen“ und brachte ein Stück Hamburgs in verschiedene deutsche Städte. Er arbeitet häufig direkt vor Ort, malt unter freiem Himmel und sucht die unmittelbare Begegnung mit Menschen, Architektur, Licht und Stadtraum. Zudem gibt er regelmäßig Kunstkurse und vermittelt seine Arbeitsweise in Workshops. Seine Arbeiten zeigen Hamburg im Wandel und machen sichtbar, was eine Stadt ausmacht: ihre Orte, ihre Atmosphäre und ihre Menschen.
Alain L. L. Marie, geboren 1946 in Marseille, studierte Biochemie und promovierte 1974 in Kanada. Nach Forschungstätigkeiten am Max-Planck-Institut in Deutschland und einem zweiten Doktortitel in Frankreich arbeitete er ab 1981 als Patentprüfer in Den Haag und später in München. Im Jahr 2000 wurde er zum Patentrichter ernannt. Nach seinem Ruhestand 2004 lebte er zunächst in Österreich und zog dann 2018 nach Norddeutschland.
Alain L.L. Maries Kunstwerke zielen darauf ab, das ästhetische Empfinden des Betrachters zu befriedigen und gleichzeitig seinen inneren Dialog anzuregen. Seine Werke konfrontieren den Betrachter mit Konzepten wie Leere, Nacht und Unendlichkeit, aber auch mit der Ästhetik des Hässlichen oder mit leicht verfremdeten Bildern, die suggerieren, dass sich möglicherweise eine andere Realität hinter der sichtbaren Welt verbirgt. Durch diese vielschichtige Herangehensweise fordert der Künstler seine Betrachter heraus, ihre Überzeugungen zu hinterfragen und einen tieferen Sinn hinter der Oberfläche zu suchen.
Bereits in den 1960er Jahren entwickelte Ri Meuser von Eschmar ihre unverwechselbare Technik des Mono Sgraffito. Auf hauchdünnen Folien und industriellen Materialien schichtete sie Pigmente, Lasuren und Goldpartikel, schabte sie wieder frei und verdichtete die Oberfläche.
Mit über 350 Ausstellungen weltweit – von Bonn über London bis nach San Francisco – prägte sie eine eigenständige künstlerische Handschrift innerhalb der Kunstszene ihrer Zeit.
Heute wird ihr Nachlass im Projekt „Tommys Kunstgeschichten“ neu sichtbar gemacht, digital kuratiert und einer neuen Generation zugänglich gemacht.
Karin Strobl ist bekannt für ihre großformatigen, eigenwillig interpretierten und expressiven Arbeiten. Ihre Farbigkeit ist kraftvoll und lebendig. Thematisch widmet sich ihr Werk dem Menschen und der Natur in all ihren Facetten. Ihre Bildsprache ist nicht realistisch, sondern eine persönliche Interpretation, die sich auf wesentliche und positive Aspekte ihrer Sujets konzentriert. Der Stil ist überwiegend figurativ und spielt mit abstrakten sowie surrealen Elementen.
Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie unter anderem an der Kunstschule Sybille Kreynhop Kask sowie durch Dozenten der Kunstakademie Bad Reichenhall, darunter Markus Lüpertz, Elvira Bach und Walter Strobl. Zusätzlich nahm sie an einer Meisterklasse für Illustration bei Quint Buchholz teil und studierte Skulptur und Objektkunst bei Jutta Hass.
Ihre Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in und um Hamburg, deutschlandweit sowie international gezeigt, unter anderem in Italien, Österreich und Ägypten. Die Arbeiten waren dabei auch in verschiedenen Museen zu sehen.
Ausgebildet wurde sie unter anderem an der Kunstschule Sybille Kreynhop Kask sowie bei Dozenten der Kunstakademie Bad Reichenhall, darunter Markus Lüpertz und Elvira Bach. Ihre Werke sind national und international in Ausstellungen zu sehen.
Stella Krol ist 17 Jahre alt und besucht derzeit die Schule. Im Anschluss plant sie ein Kunststudium in Norddeutschland.
Malen ist für sie ein selbstverständlicher Bestandteil des Alltags und ein unverzichtbares Ausdrucksmittel. Ihre Arbeiten entstehen frei aus der Vorstellung und greifen persönliche Erlebnisse, Gefühle, Gedanken sowie ihr unmittelbares Umfeld auf. Wo Worte an Grenzen stoßen, übernehmen ihre Bilder die Kommunikation.
Sie arbeitet überwiegend mit Öl und Acryl auf Leinwand, ergänzt durch zahlreiche Zeichnungen in Skizzenbüchern. Eine intensive zeichnerische Auseinandersetzung bildete die Grundlage für die Entwicklung ihres eigenständigen Stils. Die Deutung ihrer Werke überlässt sie bewusst den Betrachtenden – ihre Bilder tragen ihre Bedeutung in sich.
Kerstin Lüneburg, bekannt als „die Seelen-Grafikerin“, lebt ihre Berufung als mediale Künstlerin, Illustratorin und Autorin. Sie ist gebürtige Hamburgerin und lebt seit einigen Jahren südlich von Hamburg. Seit ihrer Kindheit künstlerisch tätig, entwickelte sie ihren heutigen Stil erst in den vergangenen Jahren. Als Autodidaktin mit fundierter Weiterbildung – unter anderem am Milan Art Institute – verbindet sie handwerkliche Präzision mit intuitiver Tiefe.
Ihre besondere Feinfühligkeit prägt ihren gesamten Schaffensprozess. Sie nimmt Stimmungen, Zeitqualitäten und innere Themen sensibel wahr und übersetzt diese in vielschichtige Bildwelten. In ihren überwiegend mit Acryl geschaffenen Arbeiten, teils ergänzt durch Öl, entstehen abstrakte Hintergründe in mehreren Ebenen. Darin eingebettet finden sich gechannelte Botschaften, die übermalt und bewusst verborgen werden. Im Zentrum stehen meist realistisch ausgearbeitete Frauenportraits, die archetypische Themen wie Vertrauen, Loslassen und Selbstliebe aufgreifen, aber auch verschiedene Krafttiere finden sich auf ihren Bildern wieder.
Kerstin Lüneburg versteht ihre Arbeiten nicht als reine Dekoration, sondern als Spiegel des Betrachters. Ihre Werke laden dazu ein, sich selbst im Bild zu begegnen und innere Entwicklungsprozesse zu vertiefen.
Sarah Husmann war ursprünglich Historikerin, bevor sie ihren Weg in die Malerei fand. Nachdem sie lange Zeit Geschichte(n) erforscht und in Worte gefasst hatte, entdeckte sie nun die vielschichtige Sprache von Material, Farbe und Form. Malen ist mittlerweile zum Mittelpunkt ihres Lebens geworden, wie ihre Beteiligung an zahlreichen Gemeinschaftsausstellungen und ihre Einzelausstellungen zeigen. Ende 2025 hat die Künstlerin den Publikumspreis einer Gemeinschaftsausstellung in Hamburg gewonnen.
Zu den Themen ihrer Arbeiten gehören Sehnsuchtsorte, Türen und Tore, die in unbekannte innere und äußere Welten zeigen. Abschied, Aufbruch, Ankunft – in diesem Spannungsfeld bewegt sich ihre malerische Suche. Dabei ist es besonders der innere Weg „Ins Licht“, dem Sarah Husmann in ihren Arbeiten nachspürt. Im spontanen Prozess lässt sie sich von Farbe und Form inspirieren, um die verborgenen Seelenwelten in den Farbwelten zu entdecken und ihnen Raum und eine ganz eigene Ausdruckskraft zu geben. Gefühltes und Gesehenes verdichten sich zu Bildern zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Die Bilder laden dazu ein, sich in den eigenen inneren Welten berühren zu lassen.
Aufgewachsen im Künstlerdorf Worpswede stieß José Hillmann nach dem Abitur erstmals als Kirchenrestaurator beruflich auf Sand und Stein. Seit 1997 lebt der heute 57jährige in Hamburg als freier Künstler. Bekannt wurde José Hillmann durch fotorealistische Portraitmalereien im öffentlichen Raum. Nach Dekorationen für verschiedene Szenerestaurants und JazzClubs entwickelte er Ende der 90er Jahre seine eigene Ölmaltechnik auf gebundenem Sand.
Neben dem Zyklus SteinZeitZeichen stellt José Hillmann auch Bilder aus dem Bereich Actionpainting, Aktmalerei und Fotorealismus aus. Der Unbeständigkeit moderner Welten setzt José Hillmann eine künstlerischthematische Beständigkeit entgegen. SteinZeitZeichen gibt der Sehnsucht des Menschen nach Orientierung und Halt einen eigenen, unverwechselbaren Ausdruck. Die ersten Bilder des SteinZeit-Zyklus griffen die ursprüngliche Klarheit menschlichen Daseins auf und transformierten die Erlebniswelt des Anbeginns in die Moderne.
Der im Jahr 2000 begonnene zweite Teil des Zyklus setzt die Symbolwelt der Gegenwart in einem bewußten Dialog mit der Vergangenheit. Untergrund, Form- und Farbwelt spiegeln dabei das Verlangen des Menschen, Wesentliches zu erhalten. Auf einzigartige Weise bekommt so ein besonderes Anliegen José Hillmanns seine Form. Der Mensch darf auf seinem Weg in die Moderne nie seinen Ursprung vergessen.
Birte Zabel fängt die Vielfalt des Sehens fotografisch ein. Jedes Detail wird zum Fenster in eine mal stille monochrome und mal leuchtend laute Welt. Das Leben ist bunt und vielfältig – so auch ihre Kunst. Seit 2009 dauert die autodidaktische Ausbildung im Bereich der Fotografie an. Lebenslanges Lernen begleitet sie jede Minute. Den Sprung in die Selbstständigkeit wagte sie 2011. Ein ergänzendes Fernstudium zur geprüften Grafikdesignerin am PC rundet ihr Wissen 2019 ab. Gestaltung eines (noch nicht veröffentlichten) englischsprachigen Kinderbuches über einen Königspinguin, der der Frage nachgeht, warum es weniger Eisberge gibt.
Etwas gestaltet zu haben erfüllt sie mit Freude und tiefster Zufriedenheit. Viele der Sets und Accesoires gestaltet sie selbst. Lebensmottos, die sie begleiten: „Du kannst alles Fragen, ein Nein hast Du sicher.“ – ihr Vater. „ Du musst nicht alles wissen, nur wo die Infos zu finden sind.“ – ihre Ausbilderin. „ Glauben heißt nicht wissen.“ – ihr Deutschlehrer.
Milan Westphal wurde 1969 in Belgrad geboren. Damals war er mit 19 Jahren jüngster Meisterkoch. Im Alter von 19 Jahren kam er nach Hamburg und war hier in diversen Gastronomien tätig, und verbrachte so „die schönste Zeit des Lebens“. Außerdem war er selbstständig mit der kleinen Bäckerei Knusperhäuschen. Dann erkrankte er, u.a. an Agoraphobie. Durch diese Weise ist er zwar die meiste Zeit an seine Wohnung gebunden, entdeckte aber die Kunst als Ausdrucksform für sich: „Kunst ist meine beste Therapie, ich zeigen kann, wer ich bin. Ich liebe es und möchte nie aufhören meine Kunst zu machen!“
Die Künstlerin Maxi-Lena Trost verwandelt ausgediente Waffen in Lichtobjekte. Ihre Arbeiten laden dazu ein, über die Welt und das eigene Handeln in ihr nachzudenken – und über die Sehnsucht nach einer friedlicheren Zukunft.
In ihren Werken begegnen sich Gegensätze: das Dunkle, Harte und Kalte trifft auf Licht, Wärme, Gemeinschaft und Versöhnung. Aus diesen Polen entstehen Objekte, die über ihre Funktion hinausweisen und zur Suche nach dem eigenen Licht anregen.
„Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn kein Volk wird wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.“
(Jesaja 2,4)
Alle Arbeiten sind mit einem sich wandelnden Spendenportfolio verbunden. Unterstützt werden Organisationen, die sich insbesondere für Opfer von Gewalt, kriegsgeschädigte Kinder und Frauen sowie für den Schutz von Tier und Umwelt einsetzen. Informationen zum aktuellen Portfolio werden auf Anfrage gerne erteilt.




























































