Einladung zur Vernissage am Mittwoch, den 22. April 2026 um 19 Uhr. Gemeinschaftsausstellung mit Maria Wiltos, Bernd Jurgeit, Flatter Zenda, Keith Zenda, Barry Lungu und Marvincicode.
Maria Wiltos (geb. 1962 in Schwetz, Polen) ist eine Künstlerin, deren Schaffen kein Zögern und keine Pausen kennt. Ihr Weg ist geprägt von einem unbezähmbaren, fast ehrfürchtigen Drang zur Gestaltung, der bereits in ihrer frühesten Kindheit begann und ihre Familie oft vor Herausforderungen stellte.
Für Wiltos gab es nie eine Trennung zwischen Alltag und Kunst. Wenn kein Holz oder Ton zur Hand war, zweckentfremdete sie die einfachsten Dinge: Kartoffeln und Möhren erhielten in ihren Händen Gesichter und Köpfe; sogar die hölzernen Tischbeine im Elternhaus wurden nachts heimlich zu Skulpturen geschnitzt. Dieser schöpferische Zwang war so stark, dass sie oft ganze Nächte durcharbeitete – ein Umstand, der ihr familiäres Umfeld, insbesondere ihre Mutter, oft an die Grenzen der Belastbarkeit brachte. Doch dieser Drang war nicht verhandelbar; die Ideen mussten „geboren“ werden, ungeachtet der Tageszeit oder der Umstände.
Trotz einer frühen Zusage an einer Kunstschule absolvierte sie auf Rat ihrer Eltern zunächst eine Ausbildung zur Bekleidungsdesignerin. Doch die Kunst blieb ihre alles dominierende Lebenskonstante: Ob während ihrer Zeit als Designerin, nach ihrer Übersiedlung nach Deutschland im Jahr 1990 oder während ihrer Jahre im sozialen Sektor – es verging kein Tag ohne das Schaffen.
Ihre handwerkliche Präzision und ihre tiefen menschlichen Erfahrungen fließen heute unter ihrem Geburtsnamen Wiltos in ihre plastischen Arbeiten und Grafiken ein. Seit 2003 präsentiert sie ihre Werke der Öffentlichkeit, unter anderem in einer vielbeachteten Einzelausstellung in der „Galerie auf Zeit“ (Künstlergruppe KUBE).
Heute konzentriert sich Wiltos mit ihrer lebenslangen, kompromisslosen Energie auf ihre Arbeit, die im April 2026 in einer großen Ausstellung in Hamburg ihren nächsten Höhepunkt finden wird.
Bernd Jurgeit wurde 1944 in Reinbek bei Hamburg geboren und entdeckte früh seine Leidenschaft für die Malerei. Nach seinem Umzug nach Berlin arbeitete er eng mit dem Maler Achim Barann zusammen und stellte in den 1980er Jahren unter anderem in der Galerie Dominicus und am Kurfürstendamm aus.
Trotz erster Erfolge wandte er sich später einem anderen Berufsweg zu, ohne die Kunst je aufzugeben. Heute widmet er sich erneut intensiv der Malerei und entwickelt seine persönliche, intuitive Bildsprache kontinuierlich weiter.
Flatter Zenda ist ein in Simbabwe geborener und in Hamburg ansässiger MultimediaKünstler, dessen Werke afrikanisches Erbe mit einer zeitgenössischen, globalen Bildsprache vereinen. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine kraftvolle visuelle Tiefe, symbolische Ebenen und eine markante MixedMedia-Technik aus, die Themen wie Identität, kulturelle Erinnerung und Resilienz eindrucksvoll inszenieren.
International ausgestellt in Städten wie Johannesburg, Hamburg, London und New York, etabliert sich Zenda zunehmend als relevante Stimme innerhalb der zeitgenössischen afrikanischen Kunst mit wachsender Bedeutung für den internationalen Kunstmarkt.
Sein Werk geht über die ästhetische Ebene hinaus und positioniert sich im Spannungsfeld von Kunst, Gesellschaft und Wirkung. Zenda integriert bewusst soziale und humanitäre Dimensionen in seine Praxis: durch Kunstworkshops für geflüchtete Kinder in Hamburg, die Förderung junger Talente in Simbabwe sowie Initiativen zur Unterstützung nachhaltiger Entwicklungsprojekte wie Wasserzugang in ländlichen Regionen.
Diese Verbindung von künstlerischer Exzellenz und gesellschaftlicher Relevanz verleiht seinen Arbeiten eine besondere Tiefe und macht sie sowohl kulturell bedeutend als auch langfristig wertstabil für Sammler.
Flatter Zenda steht für eine neue Generation von Künstlern, die Kunst nicht nur als Ausdruck, sondern als Brücke zwischen Kulturen, Märkten und sozialem Wandel verstehen.
Keith Zenda ist ein autodidaktischer, mehrfach ausgezeichneter Künstler aus dem ländlichen Gebiet Chirumanzu. Seit seinem zehnten Lebensjahr entwickelt er kontinuierlich seine künstlerischen Fähigkeiten weiter. Seine Arbeiten sind tief im Geist von Ubuntu verwurzelt und spiegeln die Essenz afrikanischer Kultur sowie die Vielfalt des simbabwischen Erbes wider.
Aus seiner Leidenschaft heraus, etwas zurückzugeben, gründete Keith ein Kunstzentrum zur Förderung junger Talente aus benachteiligten Verhältnissen. Dort bietet er Mentoring, Ausbildung und Ausstellungsmöglichkeiten an und fördert damit Kreativität, Zusammenhalt und sozialen Wandel. Seine Arbeit inspiriert junge Menschen, Hoffnung und Ausdruck durch Kunst zu finden.
Seine Werke wurden sowohl lokal als auch international ausgestellt. Zudem ist er einer der Kuratoren von Artgal.Online.
Barry Lungu ist ein simbabwischer bildender Künstler der ersten Generation nach der Unabhängigkeit. Seit über 25 Jahren arbeitet er hauptberuflich als Maler in seinem Atelier in Harare. Sein bevorzugtes Medium ist Acryl, gelegentlich arbeitet er auch mit Öl.
Seine Werke sind stark von seiner unmittelbaren Umgebung geprägt – vom lebendigen Alltag der Menschen und der Energie der Townships. Barry Lungu hat sich durch seine Fähigkeit, das Wesen des simbabwischen Lebens einzufangen, einen bedeutenden Namen in der Kunstszene gemacht. Seine Originalgemälde zeigen vielfältige Facetten des Landes – von pulsierenden Städten bis hin zur ruhigen Landschaft – und spiegeln den Rhythmus und die Realität des modernen afrikanischen Alltags wider.
Marvincicode ist ein in Hamburg lebender Künstler, dessen Arbeiten sich zwischen abstrakter Figuration, urbaner Ästhetik und zeitgenössischer Malerei bewegen. Seine Bildsprache ist geprägt von stilisierten Köpfen mit einem einzelnen Auge – ein wiederkehrendes Motiv, das Wahrnehmung, Identität und emotionale Zustände symbolisiert. In seinen Werken treffen Schwarz-WeißKompositionen auf gezielte Farbexplosionen, Kontrolle auf Spontanität und persönliche Erfahrungen auf queere Themen.
Neben klassischer Leinwandmalerei realisiert Marvincicode großformatige Arbeiten im öffentlichen Raum sowie Projekte im Kontext von Clubkultur und Ausstellungen. Seine Werke wurden unter anderem beim Art Light District in der Gleishalle Oberhafen sowie im Jupiter Gebäude in Hamburg präsentiert. Zudem entstanden mehrere Wandgestaltungen in der Hamburger Club- und Barszene, darunter der Eingangstunnel des Techno-Clubs La Cova auf der Reeperbahn sowie Arbeiten für Daddy’s Bar und Tom’s Saloon.
Weitere großformatige Street-Art-Projekte, darunter bemalte Container und Arbeiten im öffentlichen Raum, erweitern seine künstlerische Praxis. International präsentierte er seine Werke zuletzt in der Ausstellung „The Other Me“ in Venedig. Aktuell gestaltet Marvincicode zudem einen großformatigen CSD Pride Truck für den Hamburger Club La Cova und überträgt seine charakteristische Bildsprache in eine mobile Installation im öffentlichen Raum.















































